50 Jahre Szene Salzburg

v.l.n.r.: Michael Stolhofer, Angela Glechner, Alfred Winter ©Bernhard Müller

v.l.n.r.: Michael Stolhofer, Angela Glechner, Alfred Winter ©Bernhard Müller

Vom Studentenfestival zur anerkannten Kulturinstitution

Die Stadt Salzburg braucht Raum für innovative zeitgenössische Kunst – ein Wunsch, den sich die Gründer der SZENE Salzburg vor 50 Jahren zum erklärten Ziel gemacht haben. Als Gegenpol zur aufstrebenden Festspielkultur sollte eine Plattform entstehen, die kreativen Künstlern die Möglichkeit bietet, sich zu präsentieren. Das interessierte Publikum ließ nicht lange auf sich warten. Heute gilt die SZENE Salzburg als wahre Institution und ist als solche aus der Salzburger Kulturlandschaft nicht mehr wegzudenken. Orte wie der Petersbrunnhof, das SZENE/republic Stadtkino und die Pernerinsel konnten durch die SZENE belebt werden. Künstler wie Merce Cunningham, Bob Dylan, Lou Reed, Peter Sellar uvm. bereicherten das heimische Kulturklima genreübergreifend. Die intensive Zusammenarbeit mit österreichischen Künstlern erwies sich als großer Erfolg für alle Beteiligten. Mittlerweile kann man von einem international anerkannten Festival mit enormer Strahlkraft sprechen. 

Großes Fest im Herbst: Tanzen und feiern mit Jérome Bel

Beim Pressegespräch ließ Mitbegründer und erster Leiter Alfred Winter, sein Nachfolger Michael Stolhofer und die jetzige Intendantin Angela Glechner 5 Jahrzehnte voller spannender Projekte, internationaler Künstler und wertvoller Kooperationen Revue passieren. Eine Jubiläumspublikation in Buchform soll die schönsten Momente dieser aufregenden Zeit zeigen. 

Unter dem Motto „Speicher der Erinnerung“ sind SZENE-BesucherInnen dazu aufgerufen, ihre Erinnerungen auf der Website der SZENE Salzburg mit anderen zu teilen. Angelehnt an Leopold Kohrs „Akademisches Wirtshaus“ wird gemeinsam mit Künstlerinnen, Kulturschaffenden und interessierten Besucherinnen in einem Laboratorium der Frage auf den Grund gegangen, welche Schlüsse man aus 50 Jahren Kulturarbeit für die Zukunft ziehen kann. 

Die Feierlichkeiten werden am 8. Oktober mit der Neuinterpretation von Jérome Bels Tanzperformance „The Show Must Go On“ eingeleitet. Gebührend gefeiert wird schließlich am 10. Oktober beim großen Fest im Herbst.