Online Marketing für Künstler - erste Schritte

Die drei goldenen Regeln

How to start

Regel Nr. 1: Verabschiede dich vom Gedanken, Kunst hätte im Internet nichts verloren. Die Zeiten, wo Kunst durch den regelmäßigen Besuch in Museen und Galerien konsumiert wurde, haben sich geändert. Für dich als kreative Persönlichkeit ist es daher extrem wichtig, online präsent zu sein.

Regel Nr. 2: Ein talentierter Künstler wird es auch so zu etwas bringen – verabschiede dich von dieser Illusion! Dafür ist die Schar an kreativen Talenten da draußen viel zu groß. Ohne einen Plan in puncto Selbstvermarktung besteht die Gefahr, dass du in der Masse untergehst.

Regel Nr. 3: Jede Kunst ist rezipierbar und wird durch deinen Online-Auftritt erst greifbar. Du bist Sänger, Maler, Regisseur, Schauspieler, Keramiker, Designer, Fotograf – ganz egal – jeder Bereich der Kunst hat Potential eine individuelle Geschichte zu erzählen und mit dir als Markenbotschafter zum Leben erweckt zu werden. 

Alleinstellungsmerkmal: Was macht dich als Künstler besonders? 

Bevor du mit der Vermarktung deiner Kunst loslegst, mach dir Gedanken darüber, was diese auszeichnet. Jede Band hat ein Genre, das sie besonders gut beherrscht, jeder Maler eine Technik mit der er erfolgreich ist, oder  ein wiederkehrendes Motiv, das zum eigenen Markenzeichen geworden ist. Darauf aufbauend ist der nächste Schritt gar nicht mehr so schwer: die Marke entsteht. 

 

Branding: Der Künstler ist Mensch und marke zugleich

Wer im Kulturbereich erfolgreich sein möchte, muss eine konkrete Marketingstrategie verfolgen und dazu gehört die Entwicklung eines „Brandings“. Das bedeutet nichts anderes, als dass du dich von deinen Kollegen durch einen bedeutenden Wiedererkennungswert abhebst z. B. durch ein markantes Design (Logo, Plakate, Flyer), eine ansprechende Website, die Lust darauf macht, dich und deine Kunst kennen zu lernen oder einem durchdachten Social Media Marketing-Plan. Gute Texte (inklusive SEO-Optimierung) funktionieren als Selbstläufer. Da du fortan zu bestimmten Keywords auf Google gut gefunden wirst, kommen deine Wunschkunden ganz von alleine zu dir. 

Die Website - schnell und easy selbst gemacht

Eine repräsentative Website ist bereits mit kleinem Budget realisierbar. Für deine persönliche Visitenkarte im Netz empfehle ich folgende Anbieter: Squarespace, Wordpress, Jimdo. Bei der Fülle an unterschiedlichen Templates fühlt man sich von der Frage des Designs schnell überfordert. Speichere dir ein paar deiner Favoriten als Lesezeichen ab. Wenn sie dir am nächsten Tag immer noch gefallen, gestalte deine Website ähnlich. Im Kreativbereich kann das Design gerne etwas reduzierter sein, es soll schließlich nicht von deiner Kunst ablenken. 

 

Ziele definieren

Was ist dir wichtig? Wo siehst du dich in fünf oder zehn Jahren? Wenn du weißt, was du konkret erreichen möchtest, ist es einfacher gezielt darauf hinzuarbeiten. Notiere deine persönlichen Ziele auf einem großen Blatt Papier und definiere auch kleine Zwischenschritte, die für das Erreichen der großen Ziele notwendig sind. So kannst du Schritt für Schritt die Erfolgsleiter hoch klettern.

Selbstvermarktung: hilf dir selbst zu mehr Ansehen & ruhm

Für jeden Künstler ist Selbstvermarktung ein wichtiges Thema - Bekanntheit und ein großes Netzwerk steht an oberster Stelle. Wenn du dir über Suchmaschinen und soziale Netzwerke „Gehör verschaffen“ und eine Community aufbauen willst, brauchst du Fleiß und Ausdauer. Mit ein wenig Geduld wirst du aber schnell merken, dass sich die Investition von Zeit und Geld in diese Marketingschiene bezahlt macht. Die zunehmende Digitalisierung kann für dich als Künstler also nur ein Vorteil sein. So kannst du deine Bilder und Videos einem großen Publikum präsentieren, und deine Produkte kostenlos über Verkaufsplattformen wie Amazon oder den eigenen Online-Shop verkaufen. 

 

Social Media Marketing

Soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram, Pinterest und Co bieten Gelegenheit, in kurzer Zeit sehr viele Menschen auf der ganzen Welt zu erreichen. Diese Kanäle sollten nach Möglichkeit regelmäßig (mehrmals die Woche) mit neuen Inhalten gefüttert werden. Nur so kann es gelingen, deine Zielgruppe bei Laune zu halten. Facebook-Werbung ist besonders im Anfangsstadium wichtig, um die Wunschkunden zu erreichen und der Welt zu zeigen, dass es dich gibt. Auf Instagram und Pinterest kann man sehr gut mit Bildern arbeiten – daher sind diese beiden Kanäle für dich relevant, wenn du in einem Bereich tätig bist, der sich visuell am besten präsentieren lässt: Bildende Kunst, Fotografie, Illustration, Architektur etc. 

Chancen und Besonderheiten der Sozialen Netzwerke

Auch wenn es so scheint, als würde sich in den Sozialen Netzwerken alles nur noch um Likes und Follower drehen, ist doch das wichtigste der Austausch mit Menschen die sich für das gleiche Thema wie du interessieren und begeistern. Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest – braucht man das wirklich alles? Die Antwort lautet: Jein. Das Positive an der Flut an Möglichkeiten die uns das Internet bietet, ist die Tatsache, dass jeder die gleichen Chancen hat. Die Chellenge besteht darin jene Kanäle raus zu picken, die zu deinem Metier passen. Wenn du viel mit Bildern arbeitest lohnt es sich neben Facebook auch auf Instagram und wenn die Zeit bleibt auch auf Pinterest aktiv zu sein. Wenn du mehr mit eigener Meinung und Text arbeitest, lohnt sich Twitter. Mithilfe von bezahlter Werbung (Facebook Ads) kann man eine bestimmte Zielgruppe gezielt ansprechen und so dazugewinnen. 

Die Vorteile des Social Media Marketings: 

  • Bekanntschaften mit Gleichgesinnten auf der ganzen Welt machen

  • innerhalb weniger Tage ein paar hundert Follower dazugewinnen

  • schnell und einfach Feedback von vielen unterschiedlichen Personen einholen